Scheidungskosten

SCHEIDUNGSKOSTEN RICHTEN SICH NACH DEM VERFAHRENSWERT

Das Gericht setzt den Verfahrenswert fest. Der Verfahrenswert richtet sich nach dem dreifachen Nettoeinkommen der Ehegatten und einem Vermögensanteil 5 -10 % des gemeinsamen Vermögens der Ehegatten. Das Gericht rechnet noch einen Wert für den Versorgungsausgleich hinzu. Die Summe der gerichtlichen Werte ergibt den Verfahrenswert. Dieser Wert bildet die Grundlage für die Gebührenberechnung der Scheidungskosten.

Die Scheidungskosten setzen sich aus den Kosten für das Gericht und die Kosten für die Rechtsanwältin zusammen. Die Gebühren, die vom Gericht für die Gerichtskosten bestimmt werden, richten sich nach dem FamGKG und die Gebühren für die anwaltliche Vertretung werden aus den Tabellen des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) ermittelt.

Für das Scheidungsverfahren wird eine 1,3 Verfahrensgebühr und eine 1,2 Terminsgebühr über den ermittelten Verfahrenswert regelmäßig von der Anwältin beansprucht. Bei einem Verfahrenswert von beispielsweise 15.000 € beträgt eine 1,2 Terminsgebühr 780,00 € und eine 1,3 Verfahrensgebühr 845,00 €. Hinzukommt noch die Mehrwertsteuer, die Postpauschale und die Gerichtskosten. 

Die Scheidungskosten  können steigen, wenn weitere Verfahren, die mit der Ehescheidung zusammen verhandelt werden, bzw. anhängig gemacht werden. Es ist daher sinnvoll, zu versuchen sich vor der Ehescheidung über mögliche Folgesachen mit dem Ehepartner zu einigen und eine Scheidungsfolgenvereinbarung, z.B zum Kindesunterhalt, Zugewinn und nachehelichen Unterhalt zu schließen.

Verfahrenskostenhilfe und Scheidungskosten

Sofern das Einkommen der Ehegatten sehr gering ist, besteht  die Möglichkeit, Verfahrenskostenhilfe beim Amtsgericht zu beantragen. Verfahrenskostenhilfe kann mit und ohne Ratenzahlung bewilligt werden. Voraussetzung für die Bewilligung ist, dass auch die Voraussetzungen der Ehescheidung geben sind, d.h. mindestens ein Jahr getrennt leben und die andere Partei stimmt der Ehescheidung zu.

Der Ehegatte, der Verfahrenskostenhilfe beantragen will, muss ein Formular über seine persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse vollständig ausfüllen und mit Belegen versehen.

Die Rechtsanwältin stellt dann bei Gericht einen Antrag auf Verfahrenskostenhilfe. Das Gericht prüft dann den Antrag und bewilligt bei Vorliegen der Voraussetzungen Verfahrenskostenhilfe und die Beiordnung der Rechtsanwältin für das Scheidungsverfahren.

Die Kosten der anwaltlichen Vertretung werden dann von der Justizkasse übernommen. Das Gericht entscheidet, ob Raten von dem Antragsteller/in gezahlt werden müssen.

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