Scheidungskosten

Die Scheidungskosten richten sich nach dem Verfahrenswert des Scheidungsverfahrens, der vom Gericht gem. § 43 FamFG bestimmt wird.


Streitwertberechnung aus Einkommen und Vermögen

Der Streitwert richtet sich nach dem dreifachen Nettoeinkommen der Ehegatten und einem Vermögensanteil 5 -10 % des gemeinsamen Vermögens der Ehegatten. Des Weiteren ist zu dem so ermittelten Wert noch der vom Gericht bestimmte Wert für den Versorgungsausgleich hinzuzurechnen.

Die Gebühren, die dann vom Gericht für die Gerichtskosten bestimmt werden, richten sich nach dem FamGKG und die Gebühren für die anwaltliche Vertretung werden aus den Tabellen des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) ermittelt. Für das Scheidungsverfahren wird eine 1,3 Verfahrensgebühr und eine 1,2 Terminsgebühr über den ermittelten Verfahrenswert regelmäßig von der Anwältin beansprucht.

Die Verfahrenskosten können steigen, wenn weitere Verfahren, die mit der Ehescheidung zusammen verhandelt werden, anhängig gemacht werden. Es ist daher sinnvoll, zu versuchen sich vor der Ehescheidung über mögliche Folgesachen mit dem Ehepartner zu einigen und eine Scheidungsfolgenvereinbarung, z.B zum Kindesunterhalt, Zugewinn und nachehelichen Unterhalt zu schließen.

Die Verfahrenskosten können steigen, wenn weitere Verfahren, die mit der Ehescheidung zusammen verhandelt werden, anhängig gemacht werden. Es ist daher sinnvoll, zu versuchen sich vor der Ehescheidung über mögliche Folgesachen mit dem Ehepartner zu einigen und eine Scheidungsfolgenvereinbarung, z.B zum Kindesunterhalt, Zugewinn und nachehelichen Unterhalt zu schließen.

Verfahrenskostenhilfe

Sofern das Einkommen der Ehegatten sehr gering ist, besteht darüber hinaus die Möglichkeit, Verfahrenskostenhilfe beim Amtsgericht zu beantragen. Verfahrenskostenhilfe kann mit und ohne Ratenzahlung bewilligt werden. Voraussetzung für die Bewilligung ist, dass auch die Voraussetzungen der Ehescheidung geben sind, d.h. mindestens ein Jahr getrennt leben und die andere Partei stimmt der Ehescheidung zu.

Der Ehegatte, der Verfahrenskostenhilfe beantragen will, muss ein Formular über seine persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse vollständig ausfüllen und mit Belegen versehen.

Diese kann die Rechtsanwältin einreichen und die Verfahrenskostenhilfe und die Beiordnung beantragen. Das Gericht prüft dann den Antrag und bewilligt bei Vorliegen der Voraussetzungen Verfahrenskostenhilfe und die Beiordnung der Rechtsanwältin.

Die Kosten der anwaltlichen Vertretung werden dann von der Justizkasse übernommen. Das Gericht entscheidet, ob Raten von dem Antragsteller/in gezahlt werden müssen.

Die Kosten der anwaltlichen Vertretung werden dann von der Justizkasse übernommen. Das Gericht entscheidet, ob Raten von dem Antragsteller/in gezahlt werden müssen.

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