Kündigung Arbeitsverhältnis

Wenn Sie als Arbeitnehmer eine Kündigung erhalten haben, stehen Sie vor der Frage, ob Sie diese auf sich beruhen lassen oder ob Sie dagegen beim Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage erheben sollten.

Eine Kündigungsschutzklage ist im Allgemeinen dann sinnvoll, wenn die Kündigung entweder unwirksam ist oder wenn zumindest Zweifel an ihrer Wirksamkeit bestehen.

1. Der Arbeitgeber kann aus verschiedenen Gründen kündigen.
Man unterscheidet folgende Kündigungen:

  • Betriebsbedingte Kündigung
  • Krankheitsbedingte Kündigung
  • Verhaltensbedingte Kündigung

Die oben genannten Kündigungen können als außerordentliche oder als ordentliche Kündigungen ausgesprochen werden.

1a. Die außerordentliche Kündigung

ist dadurch gekennzeichnet, dass der Kündigende regelmäßig die Kündigungsfrist nicht einhält. Voraussetzung ist das Vorliegen eines „wichtigen Grundes“ gem. § 626 Abs.1 BGB. Dieser wichtige Grund kann auf Seiten des Arbeitnehmers oder  auf Seiten des Arbeitgebers vorliegen und muss so schwerwiegend sein, dass das Einhalten der Kündigungsfristen unzumutbar ist.

1b. Bei einer ordentlichen Kündigung

 hält der Kündigende dagegen die gesetzlichen ,vertraglichen oder in einem Tarifvertrag geregelten Kündigungsfristen ein.

Es gibt eine Vielzahl von Kündigungsmöglichkeiten und ebenso viele Möglichkeiten Fehler beim Ausspruch einer Kündigung zu begehen. Wenn Sie daher Zweifel an der Wirksamkeit einer Kündigung haben, sollten Sie sich immer anwaltlich beraten lassen.

2. Fristen

Sie müssen, damit die Unwirksamkeit der Kündigung festgestellt werden kann, innerhalb von 3 Wochen nach Zugang der Kündigung, eine Kündigungsschutzklage vor dem zuständigen Arbeitsgericht erheben.  Versäumt man diese Frist von 3 Wochen, ist die Kündigung, sei sie auch noch so fehlerhaft, wirksam und beendet Ihr Arbeitsverhältnis.

3. Eine Kündigungsschutzklage

verfolgt das Prozessziel, dass das Arbeitsgericht die Unwirksamkeit der von dem beklagten Arbeitgeber ausgesprochenen Kündigung feststellen möge. Hat die Klage  Erfolg, dann steht durch gerichtliches Urteil fest, dass die Kündigung unwirksam war und das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung nicht beendet wurde, sondern fortbesteht Der Arbeitnehmer muss also weiter zur Arbeit gehen, der Arbeitgeber weiter Lohn bezahlen – alles bleibt, wie es war.

Gleichwohl kommt es in vielen Fällen nicht zur Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses, sondern zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei Zahlung einer Abfindung.

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